{"id":5490,"date":"2015-02-28T22:20:54","date_gmt":"2015-02-28T21:20:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lukas-gawenda.de\/?p=5490"},"modified":"2016-09-09T01:41:53","modified_gmt":"2016-09-08T23:41:53","slug":"island-vulkan-bardarbunga-aktuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lukas-gawenda.de\/en\/island-vulkan-bardarbunga-aktuell\/","title":{"rendered":"Island: Vulkan Bardarbunga aktuell"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>28.02.2015<\/strong>: Der isl\u00e4ndische Zivilschutz hat die Holuhraun-Eruption, welche am 31. August 2014 begann, f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>27.02.2015<\/strong>: Es ist keine rotgl\u00fchende Lava am Holuhraun-Vulkankrater mehr zu sehen. Folgende drei Szenarien gelten als wahrscheinlich:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">Die Vulkaneruption ist beendet, da in den letzten 6 Monaten so viel Magma freigesetzt wurde, dass der unterirdische Druck abgenommen hat.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Eine neue Eruptionsspalte \u00f6ffnet sich an anderer Stelle (z.B. unter dem Dyngjuj\u00f6kull), da der Druck in der Magmaintrusion unterhalb des Holuhraun-Lavafeldes noch ausreichend hoch ist.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Der Vulkan Bardarbunga bricht unter dem Gletscher aus. Dies h\u00e4tte neben einem Gletscherlauf auch eine gr\u00f6\u00dfere Freisetzung von Asche zur Folge.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>18.02.2015<\/strong>: Die vulkanische und seismische Intensit\u00e4t am Bardarbunga nimmt weiter ab. Das Lavafeld misst aktuell 85 Quadratkiloemter, es breitet sich nur noch sehr langsam aus (vgl. Mitte Januar 2015: 84 Quadratkilometer).\u00a0Mit der abnehmenden St\u00e4rke des Vulkanausbruchs wurde diese Woche die Sperrzone leicht verkleinert.\u00a0F\u00fcr den Besuch der Sperrzone ist aber weiterhin eine spezielle Genehmigung n\u00f6tig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>06.02.2015<\/strong>: Der Holuhraun-Vulkanausbruch ist in den letzten zwei Wochen in der Intensit\u00e4t zur\u00fcckgegangen. Die seismische Aktivit\u00e4t am Bardarbunga ist weiterhin r\u00fcckl\u00e4ufig. Folgende drei Szenarien gelten als wahrscheinlich:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li style=\"text-align: justify;\">Der Vulkanausbruch geht so lange weiter, bis die Caldera-Absenkung am Bardarbunga stoppt. Demzufolge kann die Vulkaneruption noch einige Monate dauern.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Der Vulkanausbruch verlagert sich Richtung S\u00fcden unter den Dyngjujokull, resultierend in einem Gletscherlauf und einer Aschewolke. Es ist au\u00dferdem m\u00f6glich, dass an anderer Stelle unter dem Gletscher eine Spalten-Eruption beginnen kann.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Ein Vulkanausbruch in der Bardarbunga-Caldera w\u00fcrde sehr gro\u00dfe Mengen an Eis schmelzen lassen, einen Gletscherlauf und Ascheaussto\u00df als Folge haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>30.01.2015<\/strong>: Laut Prognosen der isl\u00e4ndischen Geowissenschaftler basierend auf den Daten der Caldera-Absenkung am Bardarbunga, k\u00f6nnte der Vulkanausbruch noch weitere 5-16 Monate andauern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>29.01.2015<\/strong>: Das Lavafeld ist durchschnittlich 20 Meter stark, in vielen Bereichen bis zu 40 Meter. Der Eruptionskrater ist inzwischen 75 Meter hoch. Die freigesetzte Lavamenge wird auf 1,4 Kubikkilometer gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>21.01.2015<\/strong>: Der Vulkanausbruch ist nach wie vor aktiv, jedoch scheint er sich aber etwas zu verlangsamen. Mit der r\u00fcckl\u00e4ufigen Aktivit\u00e4t des Vulkanausbruchs halten es Geologen f\u00fcr m\u00f6glich, dass in Folge dessen, der Druck auf den Bardarbunga-Vulkan wieder ansteigt, da die Magma nicht mehr entweicht. Es ist auch m\u00f6glich, dass eine Spalte an anderer Stelle aufbricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>15.01.2015<\/strong>: Das Lavafeld der Holuhraun\/Nornahraun-Eruption bedeckt mittlerweile 84 Quadratkilometer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>09.01.2015<\/strong>: Die Lava im Holuhraun\/Nornahraun-Feld breitet sich weiter aus, sie bedeckt 84 Quadratkilometer Land. Seit Beginn der Vulkaneruption sind mindestens 1,15 Kubikkilometer Lava freigesetzt worden. Auch B\u00e1r\u00f0arbunga ist weiterhin aktiv, allerdings nimmt sowohl die Zahl der Erdbeben insgesamt als auch die Zahl der starken Erdbeben ab. Das h\u00e4ngt vermutlich mit der abnehmenden Absenkung des Calderabodens zusammen. Die Absenkungsrate betrug im Herbst noch ca. 80 cm\/Tag, aktuell sind es nur noch 10-15 cm\/Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>19.12.2014<\/strong>: Nach neuesten Satellitenbildern ist die Gr\u00f6\u00dfe des Lavafeldes auf knapp 80 Quadratkilometer angewachsen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>12.12.2014<\/strong>: Das Lavafeld misst etwa 77,5 Quadratkilometer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>09.12.2014<\/strong>: Am 100. Tag der Holuhraun-Eruption (auch Nornahraun genannt) gibt es keine nennenswerten Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>01.12.2014<\/strong>: Am Nordrand des frischen Lavafeldes hat sich eine weitere Eruptionsspalte ge\u00f6ffnet. Pro Sekunde werden bis zu 130 Kubikmeter Lava freigesetzt. Das Lavafeld hat eine Ausdehnung von \u00fcber 75 Quadratkilometern erreicht. Ob und wann diese Vulkaneruption enden wird, ist aktuell unklar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>24.10.2014<\/strong>: Die Spalteneruption ist weiterhin sehr aktiv. Die Gr\u00f6\u00dfe des Lavafeldes betr\u00e4gt mittlerweile etwa 72,5 Quadratkilometer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>10.11.2014<\/strong>: Auch wenn der Vulkanausbruch nach wie vor mit unverminderter St\u00e4rke weiterhin aktiv ist, hat sich der Vulkanausbruch ver\u00e4ndert: Im Bereich des Hauptkraters hat sich ein Lavasee gebildet, der &#8211; im Unterschied zu Anfang September &#8211; kaum noch Font\u00e4nen bildet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>30.10.2014<\/strong>: Seit heute dauert der Holuhraun\/Nornahraun-Vulkanausbruch genau 2 Monate an. Die Lava bedeckt mittlerweile 65 Quadratkilometer Fl\u00e4che. Der andauernde Vulkanausbruch ist somit die gr\u00f6\u00dfte effusive Eruption in Island seit der Laki-Eruption im Jahr 1783.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>19.10.2014<\/strong>: Aktuell sind 60 Quadratkilometer Land von der frischen Lava bedeckt, die ausgeworfene Lavamenge wird auf 0,85 Kubikkilometer gesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>17.10.2014<\/strong>: Die Sperrzone um den Vulkanausbruch ist verkleinert worden. 10.10.2014: Keine nennenswerten Ver\u00e4nderungen. Aktuell sind 56 Quadratkilometer Land von frischer Lava bedeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>01.10.2014<\/strong>: Die Vulkaneruption im Holuhraun-Lavafeld ist nun mehr als einen einen Monat aktiv. Der Vulkanausbruch ist weiterhin stabil und breitet sich ungef\u00e4hr 2 Quadratkilometer am Tag aus. Aktuell bedeckt das junge Lavafeld etwa 47 Quadratkilometer Land. Die Absenkung der Caldera der Bardarbunga dauert ebenfalls an, die tiefsten Stellen in den Eiskratern haben sich nun um 30 Meter abgesenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>29.09.2014<\/strong>: Die Lava breitet sich weiter aus und hat ein Erupionsvolumen von 0,5 Kubikkilometern erreicht. Sie bedeckt aktuell eine Fl\u00e4che von etwa 44 Quadratkilometern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>25.09.2014:<\/strong> Die Geologen gehen aktuell von einem Schwefeldioxid-Aussto\u00df von 20-30.000 Tonnen pro Tag aus. Das ist mehr, als in der gesamten Europ\u00e4ischen Union freigesetzt wird (gesch\u00e4tzte 14.000 Tonnen\/Tag).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>21.09.2014<\/strong>: Die Spalteneruption in der Holuhraun l\u00e4uft weiter wie in den letzten Tagen, die Lava emittiert auch weiterhin gro\u00dfe Mengen an Schwefeldioxid. Mit der seit einigen Tagen etwas geringeren Aktivit\u00e4t der Holuhraun-Eruption hat sich auch die Ausbreitung der austretenden Lava ver\u00e4ndert. Breitete sie sich anfangs nach Norden aus, geht das Feld jetzt mehr in die Breite. Die Lava bedeckt eine Fl\u00e4che von etwa 38 Quadratkilometern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>18.09.2014<\/strong>: Wenn auch etwas schw\u00e4cher als vor einigen Tagen, ist die Eruptionsspalte im Holuhraun-Lavafeld weiterhin aktiv. Nach Sch\u00e4tzungen der Geologen sind zwischen 200 und 250 Mio. Kubikmeter Lava ausgetreten. Die Absenkung der Bardarbunga-Caldera setzt sich fort, auch wenn sich die Senkungsrate in den letzten Tagen auf etwa 0,5 Meter pro Tag reduziert hat. Die tiefsten Stellen im Eiskrater haben sich inzwischen 25 Meter abgesenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>17.09.2014<\/strong>: Die Holuhraun-Eruption spuckt immer noch gro\u00dfe Mengen an Schwefeldioxid aus, pro Sekunde etwa eine Tonne, am Tag also \u00fcber 85.000 Tonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>16.09.2014<\/strong>: Heute vor einem Monat (16.08.2014) war ein starker Erdbebenschwarm das erste Anzeichen f\u00fcr die vulkanische Aktivit\u00e4t am Bardarbunga. Die Erdbebenserie begann zun\u00e4chst unauff\u00e4llig, steigerte sich gegen Ende August bzw. Anfang September bis auf 1300 Erdbeben am Tag und liegt aktuell bei ca. 250 Beben am Tag. Insgesamt haben sich seit Mitte August in der Vatnaj\u00f6kull-Region \u00fcber 20.000 Erdbeben ereignet. Zum Vergleich: In \u201cnormalen\u201d Jahren ohne Vulkanausbr\u00fcche ereignen sich durchschnittlich 12.000 Erdbeben in einem ganzen Jahr in Island.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>13.09.2014<\/strong>: Am 14. Tag der andauernden Vulkaneruption gibt es keine Anzeichen, das sie bald aufh\u00f6ren wird. Mittlerweile sind gut 200 Mio Kubikmeter Lava ausgeworfen worden, die 24,5 Quadratkilometer Land bedecken. Die Absenkung des Calderabodens der Bardarbunga geht weiter, in den letzten 24 Stunden um mindestens 50 cm. 12.09.2014: Durch den konstanten Vulkanausbruch im Holuhraun-Lavafeld hat sich die Magmaintrusion unterirdisch nicht mehr weiter nach Norden in Richtung Askja ausgebreitet. Ein Vulkanausbruch wird dort nicht mehr bef\u00fcrchtet, weshalb der Status der Askja von \u201cgelb\u201d auf \u201cgr\u00fcn\u201d ver\u00e4ndert wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>11.09.2014<\/strong>: Der Vulkanausbruch im Holuhraun-Lavafeld geht unterdessen weiter und die Lava flie\u00dft weiterhin in Richtung der J\u00f6kuls\u00e1 \u00e1 Fj\u00f6llum. Die Erdbebent\u00e4tigkeit hat weiterhin abgenommen und ist im Moment auf relativ niedrigem Niveau. Das aus der Vulkaneruption freiwerdende Schwefeldioxid sorgt aufgrund der Windlage besonders in Ostisland f\u00fcr eine relativ starke Luftverschmutzung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>09.09.2014<\/strong>: Die in den letzten Tagen beobachtete Einsenkung des Gletschereises \u00fcber dem B\u00e1r\u00f0arbunga hat sich fortgesetzt. Nach geologischen Ma\u00dfst\u00e4ben geschieht dies sehr schnell, im Moment mit bis zu 90cm am Tag. Die tiefsten Stellen im Eiskrater haben sich in den letzten Wochen um bis zu 18m abgesenkt. Die Vulkaneruption im Holuhraun-Lavafeld geht unterdessen weiter und die Lava fliesst weiterhin in Richtung der J\u00f6kuls\u00e1 \u00e1 Fj\u00f6llum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>08.09.2014<\/strong>: Die Vulkaneruption im Holuhraun-Lavafeld geht unvermindert weiter. Die ausgeworfene Lavamenge bedeckt \u00fcber 19 Quadratkilometer Land. Dabei sind 100 Mio. Kubikmeter Lava ausgeworfen worden. Der Lavastrom breitet sich mit bis zu 100 Metern pro Stunde aus. Die Eruption setzt erhebliche Mengen an Schwefeldioxid frei, das giftig und umweltsch\u00e4dlich ist. In Ostisland f\u00fchrt dies zu den h\u00f6chsten Konzentrationen dieses Gases, die dort jemals gemessen worden sind. Die Gase der Eruption f\u00fchren zu einem bl\u00e4ulichen Nebel. Die Schwefeldioxidwolke treibt mittlerweile auch \u00fcber den Atlantik und sorgt in anderen L\u00e4ndern f\u00fcr h\u00f6here Konzentrationen in der Luft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>07.09.2014<\/strong>: Die Lava flie\u00dft weiter mit 100-200 Kubikmetern\/Sekunde und hat mittlerweile den Westrand der J\u00f6kuls\u00e1 \u00e1 Fj\u00f6llum erreicht. Dabei kommt es zu kleineren Dampfexplosionen. Die Zahl der Erdbeben hat weiter abgenommen und liegt aktuell bei 170 am Tag, es ereignen sich weiterhin relativ schwere Beben im Bereich des Bardarbunga, die als Entspannungsbeben infolge der Setzungen interpretiert werden. In den letzten Tagen hat sich das Gletschereis \u00fcber dem B\u00e1r\u00f0arbunga um bis zu 15 Meter abgesenkt. Geologen begr\u00fcnden dies mit der aus der Magmakammer ausstr\u00f6menden Magma, die sich in Richtung der Eruption im Holuhraun-Lavafeld bewegt. Zusammengerechnet sind ungef\u00e4hr 250 Mio. Kubikmeter Magma aus der Magmakammer ausgestr\u00f6mt, die diese Einsenkung verursacht haben. Diese Absenkung ist die st\u00e4rkste in Island seit der Caldera-Bildung der Askja im Jahr 1875.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>05.09.2014<\/strong>: In der Nacht haben sich 1,5 Kilometer s\u00fcdlich der aktuellen Eruptionsspalte in Richtung des Dyngjuj\u00f6kull 2 Kilometer n\u00f6rdlich des Gletschers zwei weitere kleine Spalten ge\u00f6ffnet, aus denen Lava austritt. Die Erdbebenaktivit\u00e4t bleibt auf niedrigerem Niveau mit etwa 300 Beben am Tag relativ stabil. Es ereignen sich weiterhin starke Beben in der Region des Bardarbunga.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>04.09.2014<\/strong>: Die Lava tritt konstant aus und bedeckt inzwischen eine Fl\u00e4che von etwa 10,8 Quadratkilometern. Die Zahl der Erdbeben ist nach wie vor r\u00fcckl\u00e4ufig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>03.09.2014<\/strong>: Die Eruption in der Holuhraun ist relativ stabil, die Geologen sprechen weiterhin von 100-150 Kubikmetern\/Sekunde die an Lava gef\u00f6rdert werden. Die Lava fliesst weiter in nord\u00f6stlicher Richtung auf die J\u00f6kuls\u00e1 \u00e1 Fj\u00f6llum zu. Die Gr\u00f6\u00dfe der Magmaintrusion in den letzten Tagen hat trotz der Eruption bei Holuhraun zugenommen. Das deutet darauf hin, dass aktuell mehr Magma nach oben str\u00f6mt als durch die Vulkaneruption zutage gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>02.09.2014<\/strong>: Auch heute geht der Vulkanausbruch im Holuhraun-Feld unver\u00e4ndert weiter. Die Ausbruchsaktivit\u00e4t scheint sich aktuell allerdings nur auf das Nord- und das S\u00fcdende der Spalte zu beschr\u00e4nken. \u00dcber der Eruptionsstelle sieht man eine relativ gro\u00dfe Gaswolke aufsteigen. Diese besteht aus Wasserdampf und Schwefeldioxid. Da dieses Gas giftig ist, bleibt die Eruptionsstelle auf absehbare Zeit gesperrt. Die Zahl der Erdbeben ist weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Allerdings bleibt die Zahl der st\u00e4rkeren Beben relativ konstant.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>01.09.2014<\/strong>: Seit gestern (31.08.2014) sind zwischen 16 und 25 Mio. Kubikmeter Magma an die Oberfl\u00e4che gekommen. Die frische Lava bedeckt mittlerweile eine Fl\u00e4che von 4,5 Quadratkilometern. 31.08.2014: Im Holuhraun-Lavafeld hat heute morgen an derselben Spalte wie vor zwei Tagen (29.08.2015) erneut eine (kleine) Spalteneruption begonnen. Die Luftfahrtwarnstufe des B\u00e1r\u00f0arbunga wurde wieder auf rot hochgesetzt. Direkte \u00dcberfl\u00fcge \u00fcber die Eruptionsstelle sind nicht zul\u00e4ssig. Die Wissenschaftler vergleichen den aktuellen Vulkanausbruch mit der Situation der \u201cKraflafeuer\u201d, ein Vulkanusbruch der von 1975-84 dauerte. Diese Art von Eruption k\u00f6nne sich l\u00e4nger hinziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>30.08.2014<\/strong>: Im Eis seien neue Spalten zu sehen und die bisherigen Eiskrater h\u00e4tten sich vergr\u00f6\u00dfert, berichtet \u00d3mar Ragnarsson. Es scheint, als w\u00fcrde die Magmamenge unterhalb des Bardarbunga zunehmen. Die Magmaintrusion breitet sich nicht weiter nach Norden in Richtung Askja aus. Zu den bisher drei m\u00f6glichen Ausbruchsszenarien (kein Vulkanausbruch; Vulkanausbruch au\u00dferhalb des Gletschers; Vulkanausbruch unter dem Dyngjuj\u00f6kull) haben die isl\u00e4ndischen Wissenschaftler heute noch eine weitere (und ihrer Meinung nach nicht unwahrscheinliche) vierte M\u00f6glichkeit hinzugef\u00fcgt: Ein Ausbruch des B\u00e1r\u00f0arbunga innerhalb oder am Rand der Caldera. Je nach St\u00e4rke kann es dann entweder zu Flutwellen oder auch zur Entwicklung von Asche kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>29.08.2014<\/strong>: N\u00f6rdlich des Dyngjuj\u00f6kull gab es f\u00fcr wenige Stunden im Bereich der Magmaintrusion eine Spalteneruption. Dort hat sich eine 1 Kilometer lange Spalte ge\u00f6ffnet, aus der Lava ausgetreten ist. Die Eruption ereignete sich n\u00f6rdlich des Gletschers, sodass es aktuell nicht zu einer Interaktion zwischen Lava und Eis kommt, weshalb die Entstehung einer Aschewolke als unwahrscheinlich gilt. Sicherheitshalber ist die Warnstufe f\u00fcr den Flugverkehr rund um die B\u00e1r\u00f0arbunga auf rot angehoben und eine kleine Flugverbotszone eingerichtet worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>28.08.2014<\/strong>: Bei einem \u00dcberwachungsflug haben Geowissenschaftler auf dem n\u00f6rdlichen Vatnaj\u00f6kull nahe Bardarbunga eine Reihe neu formierter Depressionen entdeckt. Diese \u201cKrater\u201d sind insgesamt zwischen 4 und 6 Kilometer lang, etwa 1 Kilometer breit und haben eine Tiefe zwischen 10 und 15 Meter. Der Geologe Magn\u00fas Tumi Gu\u00f0mundsson geht davon aus, das es einen kurzen Vulkanausbruch des B\u00e1r\u00f0arbunga gab, der zum schmelzen von Gletschereis f\u00fchrte. Er sagte aber auch, dass diese (sehr kleine) Eruption bereits wieder beendet sei. Die Magmaintrusion hat nach Angaben der Geologen mittlerweile den Vulkan Askja und eine L\u00e4nge von \u00fcber 40 Kilometer erreicht. Die Erdbebenaktivit\u00e4t ist weiterhin sehr hoch mit ca. 1300 Erdbeben am Tag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>27.08.2014<\/strong>: Die Erdbeben im Bereich des Bardarbunga werden aktuell als \u201cSetzungsbeben\u201d eingestuft. Sie entstehen, weil sich die Magmaintrusion nach Norden ausbreitet und sich die Decke der Caldera des Vulkans dadurch langsam wieder absenkt. Die Beben an der Nordspitze der Intrusion hingegen sind \u201cStressbeben\u201d die durch das Eindringen der Magma in das Gestein entstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>26.08.2014<\/strong>: Am Bardarbunga gehen die Erdbeben mit leicht abnehmender Tendenz weiter. Letzte Nacht ereignete sich mit der St\u00e4rke 5.7 das bisher st\u00e4rkste Beben der Serie. Die Erdbeben verlagern sich weiter nach Norden in Richtung Askja. Basierend auf den aktuellen Daten werden drei Szenarien f\u00fcr m\u00f6glich gehalten:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die Magmaintrusion schw\u00e4cht sich ab, die Erdbeben beruhigen sich langsam und es kommt nicht zu einem Vulkanausbruch.<\/li>\n<li>Die Magmaintrusion verlagert sich weiter nach Norden in eine Region, wo das Land nicht mehr vom einem Gletscher bedeckt ist. Es kommt zu einer effusiven Eruption und nur geringer Ascheentwicklung, weil es nicht zu einer Interaktion zwischen Lava und Eis\/Wasser kommt &#8211; ein Gletscherlauf bleibt somit aus.<\/li>\n<li>Es kommt zu einem Vulkanausbruch unterhalb des Vatnaj\u00f6kull. Durch die Interaktion zwischen Lava und Eis\/Wasser kommt es zur Entwicklung einer Aschewolke und vermutlich auch zu einem Gletscherlauf.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>25.08.2014<\/strong>: Die Erdbeben verlagern sich nach Norden in Richtung Askja. Die Theorie der isl\u00e4ndischen Geologen ist, dass Magma aus der Magmakammer unterhalb des B\u00e1r\u00f0arbunga in Richtung Norden ausstr\u00f6mt und dass es m\u00f6glicherweise eine Verbindung zwischen Askja und B\u00e1r\u00f0arbunga geben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>24.08.2014<\/strong>: Nachdem sich die Geowissenschaftler in Island gestern (23.08.2014) noch sicher waren, dass es zu einem Vulkanausbruch unter dem Dyngjuj\u00f6kull gekommen war, gehen sie inzwischen jedoch von keiner subglazialen Eruption aus. Aktuell vermutet man, dass unter den Gletscher weitere Magma in das unterirdische Gestein eingedrungen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>23.08.2014<\/strong>: Unter dem Dyngjuj\u00f6kull am Nordrand des Vatnaj\u00f6kull gibt es einen kleinen subglazialen Vulkanausbruch nahe des Bardarbunga. Bei einem \u00dcberwachungsflug der isl\u00e4ndischen K\u00fcstenwache konnte bisher weder Lava noch Dampf gesichtet werden. Da aber das Eis \u00fcber der Eruptionsstelle bis zu 500 Meter stark ist, kann es einige Stunden oder Tage dauern, bis ein Vulkanausbruch sichtbar wird. Der Luftraum der betroffenen Region wurde im Umfang von 140\u00d7100 nautischen Meilen f\u00fcr den Flugverkehr gesperrt. Mittlerweile sind die Strassen entlang der J\u00f6kuls\u00e1 \u00e1 Fj\u00f6llum gesperrt. Die Ringstrasse im Norden ist aktuell nach wie vor offen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>22.08.2014<\/strong>: Isl\u00e4ndische Geowissenschaftler gehen inzwischen davon aus, dass Magma aus gr\u00f6sseren Tiefen in ein Gebiet unterhalb des Vatnaj\u00f6kull eindringt, das gesch\u00e4tzte 200 Mio. Kubikmeter Magma enth\u00e4lt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>20.08.2014<\/strong>: Weiterhin unver\u00e4ndert hohe Erdbebenaktivit\u00e4t. Die isl\u00e4ndische Beh\u00f6rden bereiten sich auf den Ernstfall vor. Da es bei einem subglazialen Vulkanausbruch des Bardarbunga zu einem Gletscherlauf kommen kann, ist jetzt der Zugang zum Hochland n\u00f6rdlich des betroffenen Gebietes und der Strassen gesperrt worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>19.08.2014<\/strong>: Der Erdbebenschwarm geht unvermindert weiter, es ist aber weiterhin noch nicht zu einer Vulkaneruption gekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>18.08.2014<\/strong>: Der Erdbebenschwarm unter dem Vatnaj\u00f6kull geht mit unvermindeter St\u00e4rke weiter. In den letzten 48 Stunden wurden etwa 1500 Erdbeben gemessen. Nach Angaben des isl\u00e4ndischen Wetterdienstes handelt es sich um eine Magmaintrusion in den Berg, die aus gr\u00f6\u00dferer Tiefe in flachere Gebiete aufsteigt. Der Erdbebenschwarm ist der st\u00e4rkste, der in dieser Region seit 1996 (Grimsv\u00f6tn) gemessen wurde. Die Warnstufe wurde auf \u201corange\u201d erh\u00f6ht, das bedeuted erh\u00f6hte Aktivit\u00e4t, die zu einem Vulkanusbruch f\u00fchren kann. Gesperrt wurden Teile der Stra\u00dfe F88 und der F910 n\u00f6rdlich des Vatnaj\u00f6kull, um im Fall eines Vulkanausbruchs keine Menschen zu gef\u00e4hrden. Es ist bisher nicht zu einem Ausbruch von Lava gekommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>17.08.2014<\/strong>: Weiterhin ungew\u00f6hnlich hohe Erdbebenaktivit\u00e4t, aber bislang keine Anzeichen f\u00fcr einen Vulkanausbruch. Geologen des isl\u00e4ndischen Wetterdienstes stellen auf dem Vatnaj\u00f6kull weitere Me\u00dfger\u00e4te und eine Webcam auf, um die Situation besser beobachten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>16.08.2014<\/strong>: Erh\u00f6hte seismische Aktivit\u00e4t wurde am Bardarbunga gemessen. Die isl\u00e4ndischen Beh\u00f6rden verh\u00e4ngen \u00fcber den Vulkan Bardarbunga die niedrigste Warnstufe \u201cgelb\u201d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Quellen und weiterf\u00fchrende Links:<\/strong><br \/>\n<a title=\"Island: aktuelle Erdbeben\" href=\"https:\/\/www.lukas-gawenda.de\/island-aktuelle-erdbeben\/\">Island: aktuelle Erdbeben<\/a><br \/>\n<a title=\"Island: aktuelle Vulkanausbr\u00fcche\" href=\"https:\/\/www.lukas-gawenda.de\/island-aktuelle-vulkanausbrueche\/\">Island: aktuelle Vulkanausbr\u00fcche<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.02.2015: Der isl\u00e4ndische Zivilschutz hat die Holuhraun-Eruption, welche am 31. August 2014 begann, f\u00fcr beendet erkl\u00e4rt. 27.02.2015: Es ist keine rotgl\u00fchende Lava am Holuhraun-Vulkankrater mehr zu sehen. 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